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Geschrieben von: Anton Riedl   


Wappen Beaune  Blick über Beaune  Karte

Region
Burgund
Department
Côte-d'Or
Arrondissement
Beaune (Unterpräfektur)
Kanton
Chef-lieu von Beaune-Nord und Beaune-Süd
Koordinaten

Höhe
219 m (193m - 407m)
Fläche
31,30 km2
Einwohner
21.778 (2006)


Postleitzahl
21200
INSEE-Code
21054
Webseite
http://www.beaune.fr


Geschichte

Bevor der Ort Beaune im Jahre 1203 von Odo III., Herzog von Burgund, die Stadtrechte erhielt, war es für lange Zeit keltisches, später römisches Heiligtum. Seit dem 14. Jahrhundert war Beaune neben Dijon Wohnsitz der Herzöge von Burgund. Im 15. Jahrhundert begann man, eine etwa zwei Kilometer umfassende Stadtmauer zu errichten, von der heute noch größere Teile erhalten sind. Sie dienen heute teilweise als Weinlager der großen Weinhandelshäuser. Als im Jahre 1477 Karl der Kühne, der letzte Herzog von Burgund, gestorben war, wurde die Stadt von Ludwig XI. von Frankreich annektiert - allerdings erst, nachdem die Stadt mehr als fünf Wochen belagert worden war. Viele prächtige Gebäude aus Spätmittelalter, Renaissance und Barock bezeugen eine große Vergangenheit.

Wirtschaft

Weinbau an der Côte d'Or

Weinanbau in Côte-d'Or

Der Weinbau wurde bereits zur Zeit der Römer begründet, verlor aber mit dem Ende des Römischen Reiches seine Bedeutung fast vollständig und gewann diese erst im 17. und 18. Jahrhundert zurück. Beaune gilt als Weinhauptstadt Burgunds. Bedeutende Anbaugebiete der Umgebung sind z.B.:

  • Côte-de-Beaune

  • Savigny-Les-Beaune

  • Côte-de-Bor

  • Hautes-Côtes-de-Beaune

Die jährlichen Weinversteigerungen der "Hospices de Beaune" bestimmen die Preise für die ganze Region.

Senfproduktion

Beaune war neben Dijon und Meaux (Île de France) eines der wichtigen französischen Zentren der Senfherstellung. Im 19. Jahrhundert waren hier noch um die 30 Senfmacher ansässig. Die dem Hospiz benachbarte historische Senfmühle Fallot aus dem Jahr 1840 ist das letzte noch in Familienbesitz befindliche und betriebene Unternehmen dieser Art in Burgund.

Sehenswürdigkeiten


    Hôtel Dieu
  • Hôtel-Dieu: an erster Stelle muss hier das Hôtel-Dieu genannt werden, ein ehemaliges Hospital aus dem 15. Jahrhundert (1422), bis 1971 als Hospital genutzt.

  • Notre-Dame: die romanische Kirche Notre-Dame, im Stil der dritten Kirche von Cluny erbaut, beherbergt in ihrem gotischen Chor eine außergewöhnliche Ausschmückung: Die fünfteiligen Tapisserien, „Das Leben der Jungfrau Maria“ erzählend, wurden um 1500 in Tournai nach Vorlagen eines burgundischen Künstlers gewebt. Diese hochwertige Serie von 19 Szenen besticht besonders durch ihre Leuchtkraft und die Feinheit ihrer Ausführung.

  • Hôtel des Ducs de Bourgogne“: Unweit des Hospitals liegt das „Hôtel des Ducs de Bourgogne“, der ehemalige Wohnsitz der Burgunderherzöge in Beaune, dessen um einen Innenhof gruppierte Fachwerkbauten ein malerisches Bild bieten. Mittlerweile beherbergen diese Gebäude das Burgundische Weinmuseum, das der Geschichte des Weinbaus gewidmet ist.

  • Die kreisrunde Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert umgibt die Altstadt. Sie wurde seit dem Anschluss von Beaune an das Königreich Frankreich unter Ludwig XI. erneuert und verstärkt. Die Stadtmauer besitzt acht Bastionen.

  • Zentrum: Zahlreiche Häuser aus der Frühen Neuzeit sind in der Stadt zu bewundern. Vor allem in der Rue de Lorraine stehen noch Häuser aus dem 16. Jahrhundert.


Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 02. August 2009 um 16:40 Uhr
 

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